Deine finanzielle Realitätsprüfung

Haushaltsrechner: Kann ich mir das leisten?

Gib dein monatliches Nettoeinkommen und deine Ausgaben ein, um sofort zu sehen, wie dein Lebensstil zu deinen Finanzen passt.

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Solide

Gute Finanzplanung, aber wenig Spielraum für Unvorhergesehenes.

725 €

Am Monatsende

Finanzübersicht

Monatseinkommen2.800 €
Gesamtausgaben -2.075 €
Ausgaben-Quote74.1%

Empfehlungen

Solide Basis

Super! Du hast deine Finanzen im Griff. Baue einen Notgroschen auf, falls noch nicht geschehen.

Haushaltsrechner: Hast du deine Finanzen im Griff?

Ein Haushaltsrechner ist das ehrlichste Tool für deine Finanzen, denn er stellt deine Einnahmen deinen tatsächlichen Ausgaben gegenüber. Mit nur wenigen Eingaben berechnest du dein frei verfügbares Einkommen und deine persönliche Sparquote. So erkennst du sofort, ob du über deine Verhältnisse lebst oder ob du finanziellen Spielraum hast, um Vermögen aufzubauen und für die Zukunft vorzusorgen.

Auf den Punkt

  • Kassensturz: Der Rechner zeigt dir schonungslos, was am Monatsende wirklich übrig bleibt – die Basis für jede finanzielle Entscheidung.
  • Kostenfallen entlarven: Durch die Aufschlüsselung in Kategorien wie Wohnen, Freizeit und Shopping siehst du sofort, wo dein Geld versickert.
  • Sparpotenzial nutzen: Nur wenn du deinen finanziellen Spielraum kennst, kannst du Sparpläne einrichten und Vermögen aufbauen.
  • Lebensstil-Check: Die Ausgaben-Quote verrät dir, wie viel Prozent deiner Arbeitszeit du nur für deinen Lebensunterhalt aufwendest.

Warum dein Bauchgefühl dich bei Finanzen täuscht

Vielleicht kennst du das Gefühl: Das Gehalt kommt aufs Konto, man fühlt sich reich, und am 20. des Monats fragst du dich plötzlich, wo das ganze Geld hin ist. Das Problem ist, dass wir Menschen unsere kleinen Ausgaben massiv unterschätzen. Der Kaffee hier, das Abo dort – unser Gehirn blendet diese „Kleinigkeiten“ gerne aus.

Ein Haushaltsrechner ersetzt dieses trügerische Bauchgefühl durch harte Fakten. Er ist das digitale Upgrade zum klassischen Haushaltsbuch. Besonders für die Gen Z und Y, die oft schwankende Einnahmen oder hohe Fixkosten für Miete in Großstädten haben, ist dieser Überblick existenzsichernd. Es geht nicht darum, sich alles zu verbieten, sondern darum, bewusste Entscheidungen zu treffen: Kann ich mir die größere Wohnung wirklich leisten, ohne dass meine Altersvorsorge leidet?

Einkommen ist nicht gleich Vermögen

Viele verwechseln ein hohes Einkommen mit Reichtum. Doch wenn du 5.000 Euro verdienst, aber 5.000 Euro ausgibst, bist du am Ende des Monats genauso pleite wie jemand, der wenig verdient. Entscheidend ist der Cashflow – also das, was unten rechts im Rechner als „Am Monatsende“ stehen bleibt.

Mehr zu diesem Thema findest du auch in unserem Ratgeber: Haushaltsbuch führen.

So nutzt du den Haushaltsrechner richtig

Unser Rechner ist so aufgebaut, dass er dir in Sekunden ein Ergebnis liefert. Damit die Analyse aber präzise ist, gehen wir die Eingabefelder Schritt für Schritt durch.

1. Dein Einkommen (Netto ist King)

Gib hier dein monatliches Nettoeinkommen ein. Das ist der Betrag, der tatsächlich auf deinem Girokonto landet, nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Falls du Weihnachts- oder Urlaubsgeld bekommst, kannst du diese Sonderzahlungen auf 12 Monate herunterbrechen und aufschlagen. Sei aber vorsichtig: Rechne lieber konservativ nur mit deinem fixen Gehalt.

  • Beispiel: Du verdienst 2.800 Euro netto. Das ist deine Basis.

2. Deine monatlichen Ausgaben

Hier wird es spannend. Der Rechner unterteilt deine Kosten in logische Kategorien. Sei hier ehrlich zu dir selbst. Wenn du die Zahlen nicht genau kennst, schaue in deine Banking-App der letzten drei Monate.

  • Wohnen & Miete: Der meistens größte Block. Miete, Strom, Heizung, Internet.
  • Transport & Auto: Leasingrate, Benzin, ÖPNV-Ticket, aber auch Rücklagen für Reparaturen.
  • Essen & Trinken: Supermarkt, Bäcker, Kantine, Restaurantbesuche.
  • Unterhaltung & Freizeit: Streaming-Dienste (Netflix & Co.), Kino, Hobbys, Fitnessstudio.
  • Shopping & Kleidung: Alles, was du kaufst, aber nicht zwingend zum Überleben brauchst.
  • Reisen & Urlaub: Lege hier monatlich Geld zurück, damit der Jahresurlaub nicht überraschend kommt.
  • Gesundheit & Versicherung: Haftpflicht, Hausrat, Zuzahlungen, Medikamente.
  • Sparen & Investieren: ETF-Sparpläne oder Geld, das auf das Tagesgeldkonto wandert.

Wichtiger Hinweis: Laut dem Statistischen Bundesamt geben deutsche Privathaushalte im Schnitt über 35 Prozent ihres Einkommens allein für Wohnen und Energie aus. Wenn dieser Wert bei dir deutlich höher liegt, ist das ein Warnsignal für deine finanzielle Stabilität. Ich beziehe mich hier auf die laufenden Erhebungen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamtes.

Die Auswertung: Was deine Zahlen bedeuten

Nachdem du alles eingegeben hast, liefert dir der Rechner drei entscheidende Kennzahlen. Nehmen wir das Beispiel aus der Vorlage: Bei 2.800 Euro Einkommen und 2.075 Euro Ausgaben.

Das Ergebnis: „Solide“ (725 € Überschuss)

In unserem Beispiel bleiben 725 Euro übrig. Der Rechner bewertet das als „Solide“. Das bedeutet: Du machst keine neuen Schulden und hast Spielraum. Aber Achtung: „Spielraum“ heißt nicht, dass du diese 725 Euro im nächsten Monat für Luxus ausgeben solltest. Dieses Geld ist dein Schlüssel zur Freiheit.

Die Ausgaben-Quote (74,1 %)

Dieser Wert ist extrem spannend. Er besagt, dass du 74,1 Prozent deines Geldes ausgibst, um dein Leben zu finanzieren. Anders gesagt: Von jedem Euro, den du verdienst, gehören 74 Cent anderen (dem Vermieter, dem Supermarkt, der Versicherung). Nur 26 Cent gehören wirklich dir (zum Sparen oder Investieren). Je niedriger diese Quote, desto freier bist du. Frugalisten versuchen, diese Quote auf unter 50 Prozent zu drücken.

Empfehlung: „Solide Basis“

Wenn der Rechner dir sagt: „Super! Du hast deine Finanzen im Griff“, dann ist der erste Schritt getan. Die Empfehlung lautet meist: Notgroschen aufbauen. Die Verbraucherzentrale rät dringend dazu, zwei bis drei Netto-Monatsgehälter auf einem separaten Konto zu parken. In unserem Beispiel wären das ca. 6.000 bis 8.000 Euro. Erst wenn dieser Puffer steht, solltest du das überschüssige Geld an der Börse investieren.

Ratgeber: Geld sicher anlegen

Highlight: Die 50-30-20 Regel

Die goldene Budget-Regel Wenn du Schwierigkeiten hast, deine Ausgaben richtig zu gewichten, hilft die 50-30-20 Methode. Sie teilt dein Netto-Einkommen in drei Töpfe: 50 % für Grundbedürfnisse (Needs): Miete, Strom, Essen, Versicherungen. Alles, was zum Überleben notwendig ist. 30 % für Wünsche (Wants): Hobbys, Ausgehen, Netflix, Shopping, Urlaub. Hier steckt der Spaßfaktor. 20 % für Sparen & Tilgen (Savings): Schuldenabbau, ETF-Sparplan, Notgroschen. Prüfe mit dem Haushaltsrechner, ob du diese Verteilung einhältst. Liegen deine Fixkosten (Needs) bei über 60 oder 70 Prozent, hast du ein strukturelles Problem.

Vergleich: Lebensstile im Check

Wie sehr kleine Veränderungen den Überschuss beeinflussen, zeigt diese Tabelle. Wir gehen immer von 2.800 Euro Netto aus.

LebensstilAusgaben (Monat)ÜberschussAusgaben-QuoteFazit
Der Genießer2.750 €+ 50 €98,2 %Lebt von Paycheck to Paycheck. Ein kaputtes Auto wird zur Katastrophe.
Der Solide (Beispiel)2.075 €+ 725 €74,1 %Gute Balance. Kann Vermögen aufbauen, wenn er diszipliniert bleibt.
Der Optimierer1.600 €+ 1.200 €57,1 %Enormer Vermögensaufbau möglich. Finanzielle Freiheit rückt in greifbare Nähe.

Du siehst: Nicht das Einkommen entscheidet über deinen Wohlstand, sondern die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben.

Was tun, wenn das Ergebnis rot ist?

Wenn der Rechner ein Minus anzeigt oder deine Ausgaben-Quote bei 100 % liegt, müssen die Alarmglocken schrillen. Du lebst auf Substanz oder baust Schulden auf. Hier sind die Sofort-Maßnahmen:

  1. Fixkosten senken: Miete ist oft schwer zu ändern, aber Versicherungen, Stromanbieter und Handyverträge lassen sich wechseln.
  2. Unnötiges streichen: Kündige Abos, die du nicht nutzt (Fitnessstudio, Streaming).
  3. Bankgebühren prüfen: Zahlst du noch Kontoführungsgebühren? Wechsle zu einem kostenlosen Girokonto. Das sind oft 100 Euro Ersparnis im Jahr.

Was tun mit dem Überschuss?

In unserem Beispiel hat der Nutzer 725 Euro übrig. Wenn der Notgroschen voll ist, darf dieses Geld auf keinen Fall auf dem Girokonto versauern. Die Inflation entwertet es dort. Der klügste Weg für junge Menschen ist ein breit gestreutes ETF-Portfolio. Selbst wenn du von den 725 Euro „nur“ 400 Euro monatlich investierst, kommen über Jahre gewaltige Summen zusammen.

Ratgeber: Portfolio aufbauen

Du hast noch kein Depot?

Checkliste: Deine Finanzen optimieren

  • Realitätscheck: Gleiche die eingegebenen Werte mit deinen Kontoauszügen der letzten 3 Monate ab. Stimmen sie wirklich?
  • Kategorien-Limits setzen: Setze dir feste Budgets. Beispiel: „Maximal 400 Euro für Essen & Trinken“.
  • Dauerauftrag einrichten: Überweise den Überschuss (z. B. die 725 Euro) am Monatsanfang weg. Was weg ist, kannst du nicht ausgeben („Pay yourself first“).
  • Sonderzahlungen ignorieren: Plane Boni oder Steuererstattungen nicht fest ein. Nutze sie als Booster für deine Ersparnisse.
  • Nachverhandeln: Rufe einmal im Jahr bei deinen Versicherungen und Internetanbietern an und frage nach besseren Tarifen.

Häufig gestellte Fragen

Fazit: Zahlen lügen nicht

Der Haushaltsrechner hält dir den finanziellen Spiegel vor. Das kann manchmal schmerzhaft sein, wenn das Ergebnis knapper ausfällt als gedacht. Aber genau diese Klarheit ist deine Superkraft. Wenn du schwarz auf weiß siehst, dass du 725 Euro Spielraum hast, kannst du anfangen, deine Zukunft aktiv zu gestalten – weg vom reinen Konsumieren, hin zum Investieren und Vermögensaufbau. Nutze den Überschuss klug!