Berechne dein Nettoeinkommen
Brutto-Netto-Gehalt-Rechner
Gib deine Gehaltsdaten ein, um dein Nettoeinkommen zu berechnen. Unser Rechner berücksichtigt alle relevanten Abzüge wie Steuern, Sozialversicherungen und betriebliche Altersvorsorge. So weißt du genau, was dir am Ende des Monats bleibt.
Deine Eingaben
Gib deine Gehaltsdaten ein, um dein Nettoeinkommen zu berechnen
Dein Ergebnis
So setzt sich dein Nettoeinkommen zusammen
Dein Nettoeinkommen
2.009,08 €
pro Monat
Abzüge im Detail:
330,02 €
11.0%
279,00 €
9.3%
255,75 €
8.5%
69,00 €
2.3%
39,00 €
1.3%
18,15 €
0.6%
Brutto-Netto-Rechner: Ergebnis verstehen und das Beste rausholen
Ein Brutto-Netto-Rechner zeigt dir, wie viel von deinem Gehalt nach Steuern und Sozialabgaben bleibt. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Abzüge dahinterstecken, wie du dein Ergebnis richtig interpretierst und mit welchen Stellschrauben du dein Nettogehalt erhöhst – von Steuerklasse bis Kontogebühren.
Auf den Punkt
- Ein Brutto-Netto-Rechner zerlegt dein Gehalt in Steuern, Sozialabgaben und dein Netto. Verstehe die Bausteine, um gezielt nachzusteuern.
- Mit klugen Entscheidungen – etwa Steuerklasse prüfen, Krankenkasse mit niedrigerem Zusatzbeitrag wählen oder Kontogebühren senken – bleibt dir monatlich mehr.
- Steuerfreie oder -begünstigte Benefits (Jobticket, Kinderbetreuung, bAV) erhöhen dein Netto ohne Umwege.
- Eine einfache Finanzstruktur wie die 50-30-20-Regel hilft dir, das Netto sinnvoll einzusetzen und Rücklagen aufzubauen.
Was der Brutto-Netto-Rechner leistet
Ein Brutto-Netto-Rechner beantwortet die zentrale Frage: „Was kommt netto raus?“ Er berücksichtigt Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag (falls relevant), Kirchensteuer sowie Beiträge für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. So erhältst du eine transparente Aufschlüsselung und kannst unmittelbar sehen, wo dein Geld gebunden ist – und wo sich Optimierungen lohnen.
So funktioniert die Berechnung – in kurz
Der Rechner nutzt deine Eingaben (z. B. Steuerklasse, Bundesland, Kinderfreibetrag, Kirchensteuer, Krankenkassen-Zusatzbeitrag, Vermögenswirksame Leistungen, Betriebliche Altersvorsorge) und wendet die jeweils gültigen Rechenregeln an. Auf dieser Basis entsteht dein Nettogehalt pro Monat und – je nach Einstellung – auch pro Jahr.
Eingaben, Annahmen und Grenzen
Damit die Ergebnisse zu deiner Situation passen, prüfe vor dem Start diese Punkte:
Wichtige Eingaben
- Steuerklasse: Steuert die Höhe der monatlichen Lohnsteuer. Paare wählen zwischen III/V oder IV/IV (ggf. mit Faktor), Alleinerziehende Steuerklasse II.
- Kirchensteuer: Wer Mitglied ist, zahlt prozentuale Kirchensteuer auf die Lohnsteuer.
- Krankenkasse & Zusatzbeitrag: Der individuelle Zusatzbeitrag variiert je Kasse und beeinflusst dein Netto spürbar.
- Sonderzahlungen: Vermögenswirksame Leistungen und die betriebliche Altersvorsorge verändern das Monats-Netto im Auszahlungsmonat.
Grenzen des Rechners
Ein Rechner bildet typische Fälle sauber ab, ersetzt aber keine individuelle Steuerberatung. Einmalige Effekte (Wechsel der Steuerklasse in der Jahresmitte, Arbeitgeberzuschüsse, Minijobs, mehrere Beschäftigungen) können das Ergebnis verändern und sollten separat bedacht werden.
So nutzt du den Rechner maximal clever
Starte mit realistischen Eingaben (Steuerklasse, Kirchensteuer, korrekter Zusatzbeitrag). Prüfe anschließend, welche Stellschraube dein Netto am stärksten bewegt: Steuerklasse anpassen, Krankenkasse mit geringerem Zusatzbeitrag wählen oder Kontogebühren senken. Notiere die Variante mit dem besten Jahres-Effekt und setze genau diese als Nächstes um. Kleine Prozentpunkte machen über 12 Monate einen deutlichen Betrag aus.
Ergebnis verstehen: Von Brutto zu Netto
Dein Nettogehalt setzt sich aus zwei wesentlichen Blöcken zusammen:
Steuern
- Lohnsteuer: richtet sich nach deinem zu versteuernden Arbeitslohn, deiner Steuerklasse und Freibeträgen.
- Solidaritätszuschlag: fällt nur oberhalb bestimmter Grenzen an.
- Kirchensteuer: nur bei Kirchenzugehörigkeit; je nach Bundesland ein Prozentsatz der Lohnsteuer.
Sozialabgaben
- Krankenversicherung: allgemeiner Beitrag + kassenindividueller Zusatzbeitrag, jeweils anteilig vom Brutto.
- Pflegeversicherung: mit Kinderzuschlägen bzw. Abschlägen je nach Bundesland und Familiensituation.
- Renten- und Arbeitslosenversicherung: feste Prozentsätze, je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen.
Was nach Abzug der Steuern und Sozialabgaben bleibt, ist dein Netto – der Betrag, der tatsächlich ankommt. Genau hier setzt Optimierung an.
Beispiel: Zwei Gehälter, zwei Nettos
Lea und Ben verdienen je 3.000 € brutto im Monat, sind ledig (Steuerklasse I) und wohnen im selben Bundesland.
Unterschiede (nur drei Stellschrauben):
- Lea zahlt Kirchensteuer, Ben nicht.
- Leas Krankenkasse hat 1,7 % Zusatzbeitrag, Ben 1,2 %.
- Ben bekommt ein 50-€-Jobticket als steuerfreien Benefit, Lea nicht.
Was kommt (vereinfacht, gerundet) dabei raus?
- Kirchensteuer-Effekt: kostet bei mittlerem Einkommen meist ca. 30–40 € netto pro Monat.
- Zusatzbeitrag-Effekt: 0,5 Prozentpunkte mehr bedeuten für Arbeitnehmer*innen rund 7–10 € weniger netto pro Monat (weil der Zusatzbeitrag hälftig mit dem Arbeitgeber geteilt wird).
- Benefit-Effekt (Jobticket 50 €): nahezu +50 € netto pro Monat, weil steuerfrei.
Ergebnis: Obwohl beide gleich viel verdienen, hat Ben unterm Strich rund 70–100 € mehr netto pro Monat – nur wegen Kirchensteuer, Krankenkasse und eines steuerfreien Benefits. Keine Gehaltserhöhung, kein anderer Job.
Mehr aus deinem Nettogehalt machen
Jetzt kennst du dein Nettogehalt – der Betrag, der nach Steuern und Abzügen auf deinem Konto landet. Entscheidend ist, was du daraus machst. Mit den folgenden Hebeln bleibt dir Monat für Monat mehr.
Girokonto wechseln und Gebühren sparen
Ein Girokonto ist die Basis deiner Finanzen. Viele zahlen für Kontoführung, Dispo und Zusatzleistungen Jahr für Jahr dreistellige Beträge. Es gibt aber längst Kontomodelle mit geringen oder null Gebühren, häufig inklusive kostenloser Karten, Cashback-Programmen oder Versicherungs-Extras.
Der Wechsel ist unkompliziert: Digitale Services übertragen Daueraufträge, Lastschriften und Gehaltseingang automatisch. Schon kleine Gebühren-Unterschiede summieren sich auf Jahresbasis zu spürbaren Beträgen. Prüfe parallel auch Spar- oder Tagesgeldkonten für deine Rücklagen.
Steuerklasse und Abzüge im Blick
Die Steuerklasse steuert deine monatliche Lohnsteuer.
- III/V kann sinnvoll sein, wenn ein Partner deutlich mehr verdient.
- IV/IV mit Faktor verteilt die Last fairer bei ähnlichem Einkommen.
- II entlastet Alleinerziehende direkt im Monat.
Auch Abzüge außerhalb der Steuerklasse bewegen dein Netto:
- Krankenkasse: Ein niedrigerer Zusatzbeitrag erhöht sofort dein Netto.
- Kirche: Ein Austritt senkt die monatliche Steuerlast.
- Freibeträge & Werbungskosten: Trage relevante Posten in der Steuererklärung ein, damit dein zu versteuerndes Einkommen sinkt.
Erste Tipps: Schnelle Netto-Booster
- Werbungskosten nutzen: Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Fortbildungen oder Homeoffice-Pauschale gelten oberhalb der Pauschale.
- Sachbezüge & Benefits: Steuerfreie Zuschüsse für Jobticket, Kinderbetreuung oder Tankgutscheine erhöhen dein Netto ohne zusätzliche Steuer.
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Teile deines Bruttos legst du steuer- und sozialabgabenbegünstigt an. Das erhöht heute dein Netto und baut Vorsorge fürs Alter auf.
Finanzplanung mit der 50-30-20-Regel
Die 50-30-20-Regel teilt dein Netto in: 50 % Fixkosten, 30 % Wünsche, 20 % Sparen/Rücklagen. So deckst du laufende Kosten, gönnst dir bewusst etwas und baust systematisch Polster auf. Selbst kleine monatliche Sparbeträge wachsen über die Jahre durch Zinseszinseffekte.
Netto-Hebel im Vergleich (Tabelle)
Die folgenden Optionen wirken in der Praxis oft am deutlichsten. Die Beispiele sind gerundet und dienen der Orientierung.
| Hebel | Wirkung auf dein Netto | Beispiel |
|---|---|---|
| Krankenkasse mit niedrigerem Zusatzbeitrag | Senkt laufende Abzüge | Wechsel von 2,6 % auf 2,2 % Zusatzbeitrag spart bei mittlerem Brutto schnell einen zweistelligen Betrag pro Monat. |
| Steuerklasse optimieren | Verschiebt Lohnsteuer monatlich | Paar mit ähnlichem Einkommen wählt IV/IV mit Faktor und vermeidet hohe Nachzahlungen am Jahresende. |
| Kirchenaustritt | Reduziert Kirchensteuer | Je nach Bundesland spart eine Person mit mittlerem Einkommen jährlich mehrere Hundert Euro. |
| Kontogebühren senken | Direkter Netto-Effekt nach Gehaltseingang | Wechsel von 10 € auf 0 € Kontogebühr spart ~120 € pro Jahr, ohne Verzicht. |
Nächste Schritte
Starte mit deinem konkreten Ergebnis und teste danach gezielt die Hebel, die für dich passen. Passe Eingaben an (z. B. Steuerklasse, Zusatzbeitrag), vergleiche Varianten und setze die beste Option um.
Checkliste rund um das Thema Netto-Gehalt
- Steuerklasse prüfen (ggf. III/V, IV/IV mit Faktor oder II für Alleinerziehende).
- Krankenkasse vergleichen und Zusatzbeitrag checken.
- Kirchensteuer-Status prüfen.
- Werbungskosten, Freibeträge und Benefits aktiv nutzen.
- Girokonto-Gebühren senken; Tagesgeld für Rücklagen anlegen.
Häufig gestellte Fragen
Fazit
Ein Brutto-Netto-Rechner macht Abzüge transparent – und zeigt dir, wo du ansetzen kannst. Wer Steuerklasse, Krankenkasse, Kirchensteuer-Status und Kontogebühren prüft, holt häufig spürbar mehr Netto heraus. Ergänze das mit steuerfreien Benefits und einer klaren Sparstruktur. So bleibt dir im Alltag mehr und du baust planbar Rücklagen auf.


