Dein Weg in die finanzielle Unabhängigkeit

Finanzielle-Freiheit-Rechner: Wie lange reicht mein Geld?

Gib dein aktuelles Vermögen, deine monatlichen Ausgaben und die erwartete Rendite ein, um zu berechnen, wie viele Jahre du von deinen Ersparnissen leben kannst.

Deine Eckdaten

Gib hier deine aktuellen Finanzdaten ein.

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Deine Freiheit reicht für...

Endet voraussichtlich am August 2045

19 Jahre

und 7 Monate

Deine Meilensteine zur Freiheit

An diesen Hebeln kannst du drehen, um dein Ziel zu erreichen.

Nachhaltige Monatsausgaben

So viel könntest du monatlich ausgeben, ohne dein reales Vermögen zu verringern.

687 €

Ziel-Vermögen für die Freiheit

So viel Vermögen benötigst du bei deinen aktuellen Ausgaben.

1.820.074 €

Ziel-Rendite für die Freiheit

Diese Brutto-Rendite bräuchtest du, um deine Ausgaben real zu decken.

11.03 %

Vermögensentwicklung

Finanzielle Freiheit Rechner: Wann bist du wirklich frei?

Der Finanzielle Freiheit Rechner zeigt dir schonungslos ehrlich, ab wann du nicht mehr für Geld arbeiten musst. Im Gegensatz zu einfachen Milchmädchenrechnungen berücksichtigt dieses Tool auch die Inflation (Kaufkraftverlust) und die Abgeltungssteuer. Gib dein Vermögen, deine Ausgaben und die erwartete Rendite ein – und erfahre, wie viele Jahre dein Kapital unter realen Bedingungen reicht.

Auf den Punkt

  • Keine Illusionen: Der Rechner zieht Steuern und Inflation automatisch und anpassbar mit ein – das liefert dir ein "Netto-Ergebnis", mit dem du wirklich planen kannst.
  • Der Kaufkraft-Effekt: Deine monatlichen Ausgaben steigen im Rechner jährlich an, um die Inflation auszugleichen.
  • Der Steuer-Abzug: Gewinne sind nicht steuerfrei; der Rechner kalkuliert die Abgeltungssteuer auf deine Erträge direkt mit ein.
  • FIRE-Ziel: Erfahre, ob dein Kapital für die Ewigkeit reicht (Ewige Rente) oder für eine bestimmte Zeit (Sabbatical/Brückenzeit).

Warum einfache Rechnungen scheitern

Vielleicht hast du schon mal im Kopf überschlagen: „Ich habe 500.000 Euro, brauche 20.000 Euro im Jahr, also reicht das Geld 25 Jahre.“ Falsch. Diese Rechnung ignoriert die zwei größten Feinde deines Vermögens: das Finanzamt und die Inflation. In der Realität reicht das Geld in diesem simplen Beispiel vielleicht nur 15 bis 18 Jahre. Unser Finanzielle Freiheit Rechner schützt dich vor diesem gefährlichen Irrtum, indem er diese Faktoren direkt integriert. Er beantwortet die Frage: Reicht mein Geld wirklich, wenn alles teurer wird und der Staat mitkassiert?

Faktor 1: Der Kaufkraftverlust (Inflation)

1.000 Euro sind heute weniger wert als vor zehn Jahren. Wenn du planst, in 20 Jahren von deinem Geld zu leben, brauchst du dann vielleicht 1.500 Euro, um dir den gleichen Lebensstandard (Wohnung, Essen, Reisen) zu leisten wie heute mit 1.000 Euro.

Der Rechner passt deine notwendige monatliche Entnahme daher dynamisch an. Er geht davon aus, dass du jedes Jahr etwas mehr Geld brauchst, um die Inflation auszugleichen.

Experten-Wissen: Die Deutsche Bundesbank warnt regelmäßig vor der „Geldillusion“. Wer nominale Werte (Zahlen auf dem Konto) mit realen Werten (Kaufkraft) verwechselt, plant an der Realität vorbei. Bei einer durchschnittlichen Inflation von 2 % halbiert sich die Kaufkraft deines Geldes in etwa 35 Jahren. Ich beziehe mich hier auf die offiziellen Erklärungen der Bundesbank zur Preisstabilität.

Faktor 2: Die Steuer (Dein stiller Teilhaber)

Gewinne an der Börse sind toll, gehören aber nicht dir allein. In Deutschland fallen auf Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne) Steuern an.

  • Abgeltungssteuer: Pauschal 25 %.
  • Solidaritätszuschlag: Darauf noch einmal 5,5 %.
  • Gesamtbelastung: Ca. 26,375 % (ohne Kirchensteuer).

Der Rechner kalkuliert dies ein. Wenn dein Depot 10.000 Euro Gewinn macht, stehen dir real nur ca. 7.360 Euro zur Verfügung. Das Tool rechnet also mit Netto-Renditen, damit du nicht böse überrascht wirst.

Die Mathematik der Freiheit: Vermögensverzehr vs. Ewige Rente

Wenn du den Rechner mit deinen Daten fütterst, wirst du sehen, wie stark sich Inflation und Steuern auf die zwei großen Strategien auswirken.

1. Die Freiheit auf Zeit (Kapitalverzehr)

Hierbei zehrst du dein Vermögen langsam auf. Durch die Inflation musst du aber jedes Jahr mehr entnehmen. Das beschleunigt den Prozess, wie schnell dein Depot leer wird.

  • Szenario: Du willst 10 Jahre überbrücken. Ohne Inflation brauchst du 240.000 € (bei 2.000 €/Monat). Mit Inflation brauchst du deutlich mehr Startkapital oder dein Geld ist schon nach 8,5 Jahren weg.

2. Die echte Unabhängigkeit (Ewige Rente)

Das Ziel der FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early). Hier muss deine Rendite nach Steuern und Inflation hoch genug sein, um deine Ausgaben zu decken, ohne den Kapitalstamm anzugreifen. Das ist die Königsklasse. Da der Rechner die Steuer abzieht, wirst du merken: Du brauchst eine höhere Brutto-Rendite (z. B. durch Aktien-ETFs), um netto im Plus zu bleiben.

Die 4-Prozent-Regel unter realen Bedingungen

Oft wird in der Finanzszene die "4-Prozent-Regel" zitiert. Doch Vorsicht: Diese Regel kommt aus den USA und berücksichtigt oft keine deutschen Steuern.

Die FIRE-Formel angepasst für Deutschland

Die 4-Prozent-Regel vs. Realität Die klassische Regel besagt: Du kannst 4 % deines Startkapitals im ersten Jahr entnehmen und jährlich um die Inflation anpassen, ohne pleitezugehen. Der Haken: In Deutschland musst du auf die Gewinne Steuern zahlen. Das drückt deine sichere Entnahmerate. Viele Experten raten in Deutschland eher zu einer 3,0 % bis 3,5 % Regel (Netto-Entnahme), um sicherzugehen, dass das Geld trotz Abgeltungssteuer und Inflation ewig reicht. Der Rechner nimmt dir diese Komplexität ab und zeigt dir das Ergebnis basierend auf deinen Eingaben.

Deine Stellschrauben: So schlägst du Inflation & Steuer

Das Ergebnis im Rechner gefällt dir noch nicht? Da Steuern und Inflation externe Faktoren sind, die du kaum ändern kannst, musst du an deinen eigenen Hebeln drehen.

Hebel 1: Die Rendite optimieren (Asset-Allocation)

Da die Inflation an deinem Geld nagt und die Steuer die Gewinne schmälert, reicht ein Tagesgeldkonto nicht aus. Du brauchst eine Anlageklasse, die historisch deutlich über der Inflation liegt.

  • Aktien/ETFs: Historisch ca. 7–8 % p.a. (vor Steuer/Inflation). Das ist der Motor, den du brauchst.
  • Sparbuch: Bei 2 % Zinsen und 2 % Inflation plus Steuer machst du real Verlust.

Wenn du mehr über ETFs wissen möchtest, findest du viele Details in unserem Ratgeber: Warum eigentlich ETFs?!

Hebel 2: Kosten minimieren

Was du an Gebühren sparst, musst du nicht versteuern. Hohe Depotgebühren oder teure Fondsmanager fressen genau den Puffer auf, den du für die Inflation brauchst. Ein kostenloses Depot ist Pflicht für jeden, der finanziell frei werden will.

Hebel 3: Ausgaben senken (Frugalismus)

Da der Rechner die Inflation auf deine Ausgaben aufschlägt, wirkt eine Senkung der Basisausgaben doppelt positiv. Wer weniger braucht, ist weniger anfällig für Preissteigerungen und Steuerlasten. Prüfe auch dein Girokonto – zahlst du dort noch Gebühren?

Szenarien-Vergleich: Der "Reale" Unterschied

Lass uns schauen, wie stark der Einfluss von Inflation und Steuer im Rechner ist. Annahme: 300.000 Euro Vermögen, 2.000 Euro monatliche Entnahme (Wunsch).

SzenarioErgebnis (Reichweite)Erklärung
Ohne Inflation/Steuerca. 12,5 JahreDie naive Rechnung (Geld / Ausgaben).
Mit 2% Inflationca. 11,0 JahreDie Kaufkraft sinkt, du brauchst jährlich mehr Geld.
Mit Inflation & Steuerca. 10,5 JahreDie Realität. Der Staat nimmt einen Teil der Erträge, die Preise steigen.

Hinweis: Dieses Beispiel verdeutlicht, warum unser Rechner wichtig ist. Er bewahrt dich davor, mit 12,5 Jahren zu planen, wenn das Geld real schon zwei Jahre früher ausgeht.

Wichtige Fragen zur Berechnung

Wie wird die Abgeltungssteuer berechnet?

Der Rechner zieht die Steuer (ca. 26,375 %) in der Regel von dem Ertragsanteil ab. Dein eingezahltes Kapital (die Substanz) wurde ja bereits versteuert (aus deinem Netto-Einkommen). Wenn du jedoch Zinsen oder Dividenden bekommst, geht davon automatisch die Steuer ab, bevor du sie reinvestieren oder ausgeben kannst. Tipp: Nutze deinen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr (bzw. 2.000 Euro bei Ehepaaren), um die Steuerlast minimal zu senken.

Ratgeber: Geld sicher anlegen

Was, wenn die Inflation stark steigt?

Der Rechner arbeitet mit einer durchschnittlichen Erwartung. Wenn wir Phasen mit 5 % oder 8 % Inflation haben (wie 2022/2023), verzehrt sich dein Geld schneller. Finanzielle Freiheit erfordert daher immer einen Puffer. Plane lieber konservativ mit einer höheren Inflationsrate oder niedrigeren Rendite.

Checkliste: Realistisch in die Freiheit

Bevor du das Ergebnis des Rechners als gesetzt ansiehst:

  • Puffer einbauen: Rechne nicht auf Kante. Wenn der Rechner sagt "reicht 40 Jahre", gehe davon aus, dass es sicher 35 Jahre sind.
  • Steuerstatus prüfen: Wenn du im Ruhestand wenig Einkommen hast, kannst du via "Günstigerprüfung" in der Steuererklärung evtl. weniger als 25 % Steuer zahlen. Der Rechner rechnet hier oft mit dem "Worst Case" (Pauschalsteuer), was gut für deine Sicherheit ist.
  • Versicherung nicht vergessen: Der Rechner kennt deine Krankenversicherung nicht. Diese Kosten musst du zu deinen monatlichen Ausgaben hinzuaddieren.
  • Notgroschen trennen: Dein Notgroschen (Tagesgeld) sollte nicht in die Rendite-Berechnung des vollen Depots einfließen, da er kaum Zinsen bringt.

Häufig gestellte Fragen

Fazit: Ehrlichkeit ist der beste Finanzplan

Der Finanzielle Freiheit Rechner ist dein Realitäts-Check. Er zeigt dir nicht, was du hören willst, sondern was Sache ist – inklusive Inflation und Steuerabzug. Nutze dieses Wissen, um deine Sparquote anzupassen oder deine Geldanlage zu optimieren. Finanzielle Freiheit ist machbar, aber sie erfordert eine Rechnung, die keine Variablen unter den Tisch fallen lässt.