Was ist ein Studentenkonto und wann sich ein Wechsel lohnt
27. Juni 2025
Lesedauer: 11 Min

Inhaltsverzeichnis
- Was genau ist ein Studentenkonto?
- Die typischen Vorteile eines Girokontos für Studenten
- Worauf du unbedingt achten musst: Die Haken beim Studentenkonto
- Wann lohnt sich ein Studentenkonto für dich?
- Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel
- Finde das beste Studentenkonto für deine Bedürfnisse
- Fazit: Ein Muss für die Ausbildung, aber mit Weitblick
27. Juni 2025
Lesedauer: 11 Min
Inhaltsverzeichnis
- Was genau ist ein Studentenkonto?
- Die typischen Vorteile eines Girokontos für Studenten
- Worauf du unbedingt achten musst: Die Haken beim Studentenkonto
- Wann lohnt sich ein Studentenkonto für dich?
- Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel
- Finde das beste Studentenkonto für deine Bedürfnisse
- Fazit: Ein Muss für die Ausbildung, aber mit Weitblick
27. Juni 2025
Lesedauer: 11 Min
Ein Studentenkonto ist ein spezielles Girokonto für junge Menschen in der Ausbildung, wie Studierende, Schüler oder Azubis. Der größte Vorteil sind die Konditionen: Banken verzichten meist auf die Kontoführungsgebühren und bieten oft eine kostenlose Kreditkarte dazu. Es lohnt sich, die Angebote genau zu vergleichen, da die Leistungen und Bedingungen je nach Bank variieren können.
Auf den Punkt
- Ein Studentenkonto ist ein Girokonto, das sich mit
- Der entscheidende Vorteil ist in der Regel der
- Oft sind eine
- Du musst deinen Status jährlich mit einer
- Vorsicht
Was genau ist ein Studentenkonto?
Ein Studentenkonto ist im Kern ein ganz normales Girokonto. Du kannst damit Überweisungen tätigen, Daueraufträge für deine Miete einrichten, Geld abheben und bargeldlos bezahlen. Der entscheidende Unterschied liegt in den Konditionen. Banken wissen, dass Studierende und Auszubildende oft nur über ein begrenztes Budget verfügen. Deshalb schnüren sie spezielle Pakete, um genau diese Zielgruppe anzusprechen.
Die Zielgruppe ist dabei breiter als der Name vermuten lässt. Neben Studierenden können oft auch Auszubildende (Azubis), Schülerinnen und Schüler und manchmal sogar Teilnehmende am Bundesfreiwilligendienst von diesen Angeboten profitieren. Dahinter steckt ein klares Kalkül der Banken: Sie wollen dich früh als Kunden gewinnen in der Hoffnung, dass du ihnen auch nach dem Studium als gutverdienender Akademiker treu bleibst. Das Handelsblatt bezeichnet diese Strategie als klassische Investition in die zukünftige Kundschaft.
Die typischen Vorteile eines Girokontos für Studenten
Die Angebote der Banken sind vielfältig, aber einige Kernvorteile findest du bei fast jedem Studentenkonto. Diese machen es zu einer finanziell sehr attraktiven Option während deiner Ausbildungszeit.
Keine Kontoführungsgebühren: Der größte Pluspunkt
Das mit Abstand wichtigste Merkmal ist der Verzicht auf die monatliche Grundgebühr. Während für ein reguläres Girokonto schnell 5 bis 10 Euro pro Monat anfallen können, ist das Studentenkonto in den allermeisten Fällen komplett kostenlos. Auf ein ganzes Studium gerechnet, sparst du dir so mehrere hundert Euro.
Günstige oder kostenlose Karten
Zur Standardausstattung eines jeden Girokontos gehört die Girocard (früher EC-Karte). Bei einem Studentenkonto ist diese immer kostenlos. Viele Banken legen aber noch eine kostenlose Kreditkarte (meist von Visa oder Mastercard) obendrauf. Das ist besonders praktisch, wenn du ein Auslandssemester planst oder online bei Shops einkaufen möchtest, die keine Girocard akzeptieren.
Weitere Boni und Vergünstigungen
Um sich voneinander abzuheben, bieten viele Banken zusätzliche Anreize. Dazu gehören:
- Startguthaben: Eine einmalige Prämie von 25, 50 oder sogar 100 Euro für die Eröffnung des Kontos.
- Günstiger Dispokredit: Falls du dein Konto einmal überziehen musst, sind die Zinsen für den Dispokredit oft niedriger als bei Standardkonten.
- Cashback-Programme: Einige Banken haben Partnerschaften mit Online-Shops und du bekommst einen kleinen Prozentsatz deiner Einkäufe zurückerstattet.
Worauf du unbedingt achten musst: Die Haken beim Studentenkonto
Ein kostenloses Konto klingt verlockend, aber du solltest die Bedingungen genau kennen. Es gibt einige Fallstricke, die du im Blick haben solltest, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.
Die Altersgrenze und der jährliche Nachweis
Die Sonderkonditionen sind an klare Bedingungen geknüpft. Du musst der Bank jedes Semester oder jedes Ausbildungsjahr unaufgefordert nachweisen, dass du noch studierst oder in der Ausbildung bist. Das geschieht in der Regel durch das Einreichen einer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung oder einer Kopie deines Ausbildungsvertrags. Vergisst du das, kann die Bank dein Konto auf ein teures Standardmodell umstellen.
Zusätzlich gibt es fast immer eine Altersgrenze. Die meisten Banken setzen das Limit auf 27, 28 oder 30 Jahre. Bist du älter, fällst du aus den Sonderkonditionen heraus, selbst wenn du noch studierst.
Die automatische Umstellung: Die Kostenfalle nach dem Studium
Das ist der wichtigste Punkt, den du kennen musst. Sobald du dein Studium oder deine Ausbildung beendest (oder die Altersgrenze erreichst), endet auch der Anspruch auf das kostenlose Konto. Die Bank wird dein Studentenkonto dann automatisch in ein normales, kostenpflichtiges Girokonto umwandeln. Die Verbraucherzentrale warnt immer wieder davor, diesen Moment zu verschlafen, da die dann gültigen Konditionen oft nicht die besten am Markt sind. Die Bank muss dich zwar über die Änderung informieren, aber in der Hektik des Berufseinstiegs kann eine solche Mitteilung schnell untergehen.
Das Ende deines Studiums ist der entscheidendste Moment für deine Finanzen. Dein Studentenkonto war ein temporäres Geschenk der Bank, um dich als Kunden zu gewinnen. Lass dich nicht aus Bequemlichkeit in ein teures Nachfolgemodell drängen. Sieh die automatische Umstellung als Chance, deine Bankverbindung aktiv neu zu bewerten. Nutze diesen Zeitpunkt, um die Konditionen für Berufstätige zu vergleichen. Ein Girokontowechsel ist heute dank gesetzlicher Wechselhilfe einfacher als je zuvor und kann dir langfristig hunderte Euro sparen.
Wann lohnt sich ein Studentenkonto für dich?
Die Antwort ist kurz: eigentlich immer, solange du die Voraussetzungen erfüllst. Um die Unterschiede noch klarer zu machen, hier eine direkte Gegenüberstellung.
| Merkmal | Studentenkonto | Standard-Girokonto |
|---|---|---|
| Kontoführungsgebühr | In der Regel 0 € | Oft zwischen 3 € und 15 € pro Monat |
| Girocard | Immer kostenlos | Meist inklusive, manchmal mit Jahresgebühr |
| Kreditkarte | Oft kostenlos enthalten | Meist mit einer Jahresgebühr von 20 € bis 50 € verbunden |
| Bedingungen | Nachweis (z.B. Immatrikulation) & Altersgrenze | Meist keine, manchmal Mindestgeldeingang für Kostenfreiheit |
| Zielgruppe | Studierende, Azubis, Schüler | Alle Privatkunden, insbesondere Berufstätige |
Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel
Es gibt mehrere ideale Momente, um über ein Studentenkonto nachzudenken oder dein bestehendes Konto zu überprüfen.
Zu Beginn des Studiums oder der Ausbildung
Das ist der klassische und beste Zeitpunkt. Du startest in einen neuen Lebensabschnitt, und deine Finanzen sollten von Anfang an gut aufgestellt sein. Ein kostenloses Konto schont dein Budget für wichtigere Dinge.
Während des Studiums
Zahlst du aktuell noch Gebühren für dein Girokonto bei deiner alten Hausbank? Dann solltest du sofort wechseln. Es gibt keinen Grund, während der Ausbildung Geld für eine Leistung zu bezahlen, die du an anderer Stelle kostenlos bekommen kannst.
Gegen Ende des Studiums
Sei proaktiv! Beginne etwa sechs Monate vor deinem Abschluss, die Angebote für "normale" Girokonten zu vergleichen. So gerätst du nicht in die Kostenfalle der automatischen Umstellung und kannst dir direkt ein Konto aussuchen, das zu deinem zukünftigen Gehalt und deinen Bedürfnissen als Berufstätiger passt.
Finde das beste Studentenkonto für deine Bedürfnisse
Der Markt für Studentenkonten ist groß und unübersichtlich. Fast jede Bank hat ein eigenes Angebot mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Während die eine Bank mit einem hohen Startguthaben lockt, punktet die andere mit besseren Konditionen für das Abheben von Bargeld im Ausland.
Ein manueller Vergleich ist extrem aufwendig. Nutze daher einen Vergleicher, der die Angebote speziell für Studierende und Azubis filtern kann. So siehst du auf einen Blick, welches Konto am besten zu dir passt.
Checkliste: So findest du das richtige Studentenkonto
- Gebühren prüfen: Ist das Konto wirklich komplett kostenlos oder gibt es versteckte Kosten?
- Karten checken: Sind Girocard und Kreditkarte dauerhaft ohne Jahresgebühr?
- Bargeldversorgung: Kannst du in deiner Nähe und deutschlandweit problemlos kostenlos Geld abheben?
- Altersgrenze beachten: Bis zu welchem Alter gelten die Sonderkonditionen?
- Bedingungen nach dem Studium: Informiere dich vorab, was mit deinem Konto nach dem Abschluss passiert.
- Extras vergleichen: Sind dir Startguthaben, Cashback oder ein günstiger Dispo wichtig?
Häufig gestellte Fragen
Fazit: Ein Muss für die Ausbildung, aber mit Weitblick
Ein Studentenkonto ist während des Studiums oder der Ausbildung ein absoluter finanzieller No-Brainer. Du sparst dir die Kontoführungsgebühren und profitierst oft von nützlichen Extras wie einer kostenlosen Kreditkarte. Allerdings ist es ein Angebot auf Zeit. Der entscheidende Punkt ist, den Übergang ins Berufsleben nicht zu verschlafen. Wer rechtzeitig vor dem Abschluss die dann geltenden Konditionen prüft und einen umfassenden Marktvergleich startet, stellt sicher, dass die Bankverbindung auch nach dem Studium günstig bleibt und zu den neuen finanziellen Bedürfnissen passt.


