Lohnt sich das Altersvorsorgedepot für junge Leute?
Das Altersvorsorgedepot ist vor allem dann spannend, wenn du lange Zeit bis zur Rente hast. Förderung, Rendite und Kosten wirken über viele Jahre zusammen. Deshalb zeigt dir der Rechner nicht jede Steuerzeile, sondern die wichtigste Frage: Wie stark verbessert die Förderung dein Ergebnis gegenüber einem normalen ETF-Depot?
Für eine erste Entscheidung reichen grobe Werte. Wenn das Altersvorsorgedepot schon mit Standardannahmen klar schlechter aussieht, brauchst du keine komplizierte Steuerrechnung. Wenn es klar besser aussieht, lohnt sich später ein genauerer Blick auf Anbieter, Kosten und Auszahlungsregeln.
So funktioniert die Förderung ab 2027
Auf die ersten 360 Euro Eigenbeitrag im Jahr kommen 50 Cent je Euro Grundzulage. Auf weitere Beiträge bis 1.800 Euro kommen 25 Cent je Euro dazu. Die volle Grundzulage liegt damit bei 540 Euro pro Jahr. Für Kinder kann ein Elternteil zusätzlich bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr erhalten.
Wichtig: Kinderzulage ist keine automatische Zulage bis zu deiner Rente. Der Rechner fragt deshalb das Alter deiner Kinder ab und berücksichtigt die Kinderzulage nur bis zur angenommenen Kindergeld-Dauer. Wer vor dem 25. Geburtstag startet, bekommt im Rechner den einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro. Wenn du nicht förderberechtigt bist, setzt der Rechner die Förderung auf 0 Euro und zeigt dir, wie stark der Vorteil dann schrumpft.
Riester behalten oder wechseln?
Wenn du schon einen Riester-Vertrag hast, lohnt ein zweiter Blick: Für Geringverdiener mit mehreren Kindern kann die alte Riester-Förderung höher ausfallen, weil es dort schon ab 60 Euro Eigenbeitrag im Jahr die vollen Zulagen gibt. Das Altersvorsorgedepot koppelt die Förderung dagegen an deine Sparrate. Gib dafür im Rechner dein Bruttojahreseinkommen an, dann zeigt er dir, welche Förderlogik bei deinen Werten vorne liegt. Neue Riester-Verträge gibt es voraussichtlich nur noch bis Ende 2026.
Altersvorsorgedepot oder normales ETF-Depot?
Das Altersvorsorgedepot punktet mit Förderung und steuerlicher Behandlung in der Ansparphase. Das normale ETF-Depot punktet mit Flexibilität, einfacher Verfügbarkeit und meist sehr niedrigen Kosten. Der Rechner vergleicht beide Wege mit derselben Sparrate.
Wichtig ist: Das Ergebnis ist keine Produkt-Empfehlung. Es zeigt, ob sich die Richtung lohnt. Die konkrete Entscheidung hängt später davon ab, welche Anbieter 2027 starten und wie teuer ihre Produkte wirklich sind.
Kosten: wo die Rechnung kippt
Förderung hilft nur, wenn die Kosten nicht zu hoch sind. Darum ist das Feld Depotkosten sichtbar geblieben. Selbst kleine Unterschiede können über Jahrzehnte viel Geld kosten. Die Kosten-Grenze zeigt dir, bis zu welchen Effektivkosten das Altersvorsorgedepot im Modell noch vorne liegt.
Für wen der Rechner besonders nützlich ist
Besonders hilfreich ist der Rechner für Berufseinsteiger, Azubis, junge Angestellte, nicht befreite Minijobber und junge Selbstständige. Studierende sollten prüfen, ob sie über einen Job tatsächlich förderberechtigt sind. Ohne Förderung kann ein normales ETF-Depot schnell die einfachere Lösung sein.