Tagesgeld

So eröffnest du ein Tagesgeldkonto: Schritt für Schritt

27. Juni 2025

Lesedauer: 10 Min

Mann sitzt auf Sofa im Wohnzimmer und überprüft glücklich Tagesgeldzinsen auf ihrem Smartphone.

Ein Tagesgeldkonto eröffnest du in vier einfachen Schritten: Vergleiche zuerst die Zinsen und Konditionen verschiedener Banken. Halte dann deine Unterlagen wie Personalausweis und Steuer-ID bereit. Fülle den Online-Antrag aus, identifiziere dich per Video- oder PostIdent und aktiviere dein Konto nach Erhalt der Zugangsdaten mit der ersten Einzahlung.

Auf den Punkt

  • Wähle die richtige Bank: Vergleiche sorgfältig die Zinssätze, die Laufzeit von Neukundenangeboten und die Einlagensicherung, bevor du dich für einen Anbieter entscheidest.
  • Bereite deine Unterlagen vor: Für die Eröffnung benötigst du in der Regel nur einen gültigen Personalausweis oder Reisepass sowie deine Steueridentifikationsnummer.
  • Entscheide dich für den Eröffnungsweg: Die Online-Eröffnung ist der schnellste Weg, wenn du eine Filialbank gewählt hast, kannst du das Konto auch in der Filiale eröffnen.
  • Aktiviere dein Konto und zahle Geld ein: Nach der erfolgreichen Identifizierung und Freischaltung kannst du dein Geld sofort von deinem Girokonto auf das neue Tagesgeldkonto überweisen.

Schritt 1: Die richtige Bank für dein Tagesgeldkonto finden

Bevor du loslegst, solltest du verschiedene Angebote vergleichen. Ein Tagesgeldkonto ist schnell eröffnet, aber die Konditionen können sich stark unterscheiden. Sich hier ein paar Minuten Zeit zu nehmen, zahlt sich langfristig aus.

Zinssatz und Konditionen genau prüfen

Der Zinssatz ist ein zentrales Kriterium: Wie hoch sind die Zinsen, und wie lange gelten sie? Viele Banken bieten besonders attraktive Konditionen für Neukunden – allerdings oft nur für wenige Monate. Danach sinkt der Zinssatz häufig deutlich auf das Niveau für Bestandskunden. Achte also nicht nur auf den Aktionszins, sondern auch auf den Standardzins.

Auch die Einlagensicherung spielt eine wichtige Rolle. Dein Geld sollte sicher sein. In Deutschland und der gesamten EU sind pro Kunde und Bank bis zu 100.000 € gesetzlich geschützt. Bei Banken außerhalb der EU gelten möglicherweise andere Standards. Ein Blick in die Details lohnt sich also, um sicherzugehen. Mehr zu den Grundlagen findest du in unserem Ratgeber: Was ist ein Tagesgeldkonto?.

Online-Bank oder Filialbank – was passt zu dir?

Überlege außerdem, wie wichtig dir der Kundenservice ist. Möchtest du alles digital regeln oder legst du Wert auf persönliche Beratung? Online-Banken punkten häufig mit höheren Zinsen, Filialbanken dagegen mit direktem Ansprechpartner.

Vergleichstabelle: Online-Bank vs. Filialbank

MerkmalOnline-Bank (Direktbank)Filialbank (Hausbank)
ZinsenOft höher, da weniger KostenMeist niedriger
ErreichbarkeitDigital per App, Website, TelefonDigital und persönlich in der Filiale
KostenIn der Regel keine KontoführungsgebührenManchmal an ein Girokonto gekoppelt
FlexibilitätHohe Flexibilität, 24/7 Online-ZugriffAn Öffnungszeiten gebunden
Ideal fürDigitale und zinsbewusste SparerKunden, die persönliche Beratung schätzen

Du möchtest das beste Angebot für deine Sparziele finden? Unser Vergleich zeigt dir die Top-Anbieter auf einen Blick.

Schritt 2: Alle erforderlichen Unterlagen bereithalten

Für die Kontoeröffnung brauchst du nur wenige Dokumente. Die Bank ist gesetzlich verpflichtet, deine Identität zu prüfen, um Geldwäsche zu verhindern. Halte daher folgende Unterlagen bereit:

  1. Gültiges Ausweisdokument: Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass zur Identifikation.
  2. Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID): Diese elfstellige Nummer findest du beispielsweise auf deinem letzten Steuerbescheid oder der Lohnsteuerbescheinigung deines Arbeitgebers. Sie wird für den automatischen Abzug der Kapitalertragsteuer benötigt, falls du deinen Freistellungsauftrag nicht einrichtest.
  3. Nachweis des Wohnsitzes (selten): In manchen Fällen kann die Bank einen Nachweis deines Wohnsitzes verlangen, sofern die Adresse nicht aus dem Ausweis hervorgeht. Dies kann etwa eine aktuelle Stromrechnung oder eine Meldebescheinigung sein. Am besten prüfst du die Anforderungen rechtzeitig auf der Website deiner Wunschbank.

Schritt 3: Die Kontoeröffnung – online oder in der Filiale?

Ob du das Tagesgeldkonto online oder in der Filiale eröffnest, bleibt dir überlassen. Dies hängt natürlich auch stark davon ab, ob du eine Bank gewählt hast, welche überhaupt Filialen führt oder du eine reine Digitalbank ausgewählt hast. Die besten Angebote findest du gar meist bei den Digitalbanken.

Am schnellsten geht es online: Du füllst das entsprechende Formular auf der Website der Bank aus und durchläufst anschließend eine Identitätsprüfung. Hierfür gibt es zwei gängige Verfahren:

  • VideoIdent: Du identifizierst dich per Videoanruf über dein Smartphone, Tablet oder deine Webcam. Ein Mitarbeiter führt dich durch den Prozess und gleicht dein Gesicht mit deinem Ausweisdokument ab. Das dauert nur wenige Minuten.
  • PostIdent: Du druckst einen Coupon aus, gehst damit und deinem Ausweis in eine Postfiliale und lässt deine Identität von einem Postmitarbeiter bestätigen.

Deine Identität, deine Wahl: VideoIdent vs. PostIdent

Beide Verfahren sind sicher und gesetzlich anerkannt. Das VideoIdent-Verfahren ist die moderne und schnellste Methode. Du kannst es bequem von zu Hause aus erledigen und bist in unter fünf Minuten fertig. Alles, was du brauchst, ist eine stabile Internetverbindung und dein Ausweis. Das PostIdent-Verfahren ist die klassische Alternative für alle, die keinen Video-Chat nutzen möchten. Es dauert etwas länger, da du den Weg zur Postfiliale auf dich nehmen musst.

Schritt 4: Das Konto aktivieren und die erste Einzahlung tätigen

Sobald du deine Zugangsdaten erhalten hast, kannst du dich im Online-Banking anmelden und dein Tagesgeldkonto aktivieren. Die erste Einzahlung erfolgt in der Regel per Überweisung von deinem Referenzkonto, also deinem normalen Girokonto.

  • Beispiel: Sarah hat ihre Zugangsdaten per Post erhalten. Sie loggt sich ins Online-Banking der neuen Bank ein, gibt ihr Girokonto bei ihrer Hausbank als Referenzkonto an und überweist 2.000 € als Startguthaben auf ihr neues Tagesgeldkonto.

Ab diesem Moment steht dir dein Tagesgeldkonto zur Verfügung – du kannst Geld einzahlen, abbuchen oder einfach ruhen lassen, ganz wie du möchtest. Beachte, dass manche Banken eine Mindesteinlage verlangen, viele jedoch nicht. Die Verbraucherzentrale rät, vorab die Konditionen genau zu prüfen, ob und welche Voraussetzungen gelten, um spätere Überraschungen zu vermeiden. Auf was du noch achten solltest, erfährst du in unserem Ratgeber Tagesgeldkonto: Das solltest du beachten.

Checkliste: So eröffnest du dein Tagesgeldkonto in Rekordzeit

  • Angebote vergleichen: Nutze einen Online-Vergleich für Zinsen und Konditionen.
  • Unterlagen bereitlegen: Halte Personalausweis und Steuer-ID griffbereit.
  • Online-Antrag ausfüllen: Das dauert meist nur 5-10 Minuten.
  • Identität bestätigen: Wähle zwischen dem schnellen VideoIdent oder dem klassischen PostIdent.
  • Zugangsdaten abwarten: Diese kommen in der Regel innerhalb weniger Tage per Post oder E-Mail.
  • Konto aktivieren: Logge dich ein, richte dein Referenzkonto ein und tätige die erste Einzahlung.

Häufig gestellte Fragen

Fazit: Dein Tagesgeldkonto ist nur wenige Klicks entfernt

Wie du siehst, ist die Eröffnung eines Tagesgeldkontos unkompliziert und schnell erledigt. Der größte Aufwand ist der anfängliche Vergleich, der sich aber durch höhere Zinsen bezahlt macht. Mit den richtigen Unterlagen und dem digitalen Eröffnungsprozess kannst du schon in wenigen Tagen von einem sicheren und flexiblen Parkplatz für dein Geld profitieren. Also, worauf wartest du noch?

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