Was du über Regionalbanken und Genossenschaftsbanken wissen musst
27. Juni 2025
Lesedauer: 11 Min

Inhaltsverzeichnis
- Was sind Regional- und Genossenschaftsbanken genau?
- Das Besondere an Genossenschaftsbanken: Mehr als nur Kunde sein
- Das Regionalprinzip: Warum deine Postleitzahl entscheidet
- Sparkassen: Die andere Säule der Regionalbanken
- Vergleich: Regionalbank vs. Direktbank auf einen Blick
- Warum du deine lokale Bank oft nicht in Vergleichen findest
- So findest du das beste Girokonto in deiner Region
- Fazit: Lokal, aber mit Bedacht wählen
27. Juni 2025
Lesedauer: 11 Min
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Regional- und Genossenschaftsbanken genau?
- Das Besondere an Genossenschaftsbanken: Mehr als nur Kunde sein
- Das Regionalprinzip: Warum deine Postleitzahl entscheidet
- Sparkassen: Die andere Säule der Regionalbanken
- Vergleich: Regionalbank vs. Direktbank auf einen Blick
- Warum du deine lokale Bank oft nicht in Vergleichen findest
- So findest du das beste Girokonto in deiner Region
- Fazit: Lokal, aber mit Bedacht wählen
27. Juni 2025
Lesedauer: 11 Min
Regionalbanken, wie Sparkassen und Genossenschaftsbanken (Volks- und Raiffeisenbanken), sind fest in ihrer Region verwurzelt. Ihr Hauptmerkmal ist die lokale Ausrichtung und die Nähe zum Kunden. Anders als große Privat- oder Direktbanken konzentrieren sie sich auf ein begrenztes Geschäftsgebiet, was sowohl die Kontoführung als auch die Konditionen direkt beeinflusst und sie zu einem besonderen Teil der deutschen Bankenlandschaft macht.
Auf den Punkt
- Regionalbanken wie
- Genossenschaftsbanken gehören ihren Mitgliedern, die durch den Kauf von
- Das
- Die Konditionen für ein Girokonto können sich von einer lokalen Sparkasse zur nächsten
- Unser Vergleichsrechner ist einer der wenigen, der die Angebote von
Was sind Regional- und Genossenschaftsbanken genau?
Wenn du über ein Girokonto nachdenkst, fallen dir vielleicht zuerst die großen, deutschlandweit bekannten Banken oder moderne Online-Banken ein. Doch ein riesiger Teil des deutschen Bankenmarktes besteht aus Regionalbanken. Dazu gehören vor allem zwei große Gruppen: die Sparkassen und die Genossenschaftsbanken, zu denen die Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Sparda-Banken zählen.
Ihr gemeinsames Merkmal ist die Konzentration auf eine bestimmte geografische Region. Die Sparkasse KölnBonn ist eben nur in Köln und Bonn tätig, während die Berliner Volksbank sich auf die Hauptstadt konzentriert. Dieser lokale Fokus ist kein Zufall, sondern das Kernprinzip ihres Geschäftsmodells. Sie sammeln Einlagen von Kunden aus der Region und vergeben Kredite an Unternehmen und Privatpersonen in genau derselben Region. So soll die lokale Wirtschaft gefördert werden. Wenn du mehr über die unterschiedlichen Produke von Banken, insbesondere der Kontoarten wissen möchtest, schau dir unseren Ratgeber: Kontoarten an.
Das Besondere an Genossenschaftsbanken: Mehr als nur Kunde sein
Genossenschaftsbanken haben eine einzigartige Struktur, die sie von allen anderen Banken unterscheidet. Sie gehören nicht Aktionären oder einem privaten Eigentümer, sondern ihren Mitgliedern. Und Mitglied kannst du als Kunde ganz einfach selbst werden.
Das funktioniert so: Du kaufst einen oder mehrere Geschäftsanteile deiner lokalen Volks- oder Raiffeisenbank. Damit wirst du Miteigentümer der Bank. Das verleiht dir nicht nur ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen (meist nach dem Prinzip "ein Mitglied, eine Stimme"), sondern du profitierst oft auch von einer jährlichen Dividende auf deine Anteile, wenn die Bank erfolgreich wirtschaftet.
Beispiel: Anna eröffnet ein Girokonto bei ihrer lokalen Raiffeisenbank. Der Berater erklärt ihr, dass sie für 50 € einen Geschäftsanteil erwerben kann. Sie stimmt zu und ist nun offiziell Mitglied. Am Ende des Jahres beschließt die Mitgliederversammlung eine Dividende von 3 %. Anna erhält also 1,50 € auf ihren Anteil ausgezahlt und hat zudem Zugang zu exklusiven Mitgliedervorteilen, wie günstigeren Kontokonditionen.
Das Regionalprinzip: Warum deine Postleitzahl entscheidet
Eine der wichtigsten Regeln bei Regionalbanken ist das sogenannte Regionalprinzip. Es besagt, dass eine Sparkasse oder Volksbank nur Kunden in ihrem klar definierten Geschäftsgebiet betreuen darf. Du kannst also nicht einfach bei der Hamburger Sparkasse ein Konto eröffnen, wenn du in München wohnst. Deine Hausbank ist an deinen Wohn- oder Arbeitsort gebunden.
Dieses Prinzip hat historische Gründe und soll den Wettbewerb zwischen den einzelnen lokalen Instituten ordnen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass dieses Vorgehen auch sicherstellen soll, dass die Einlagen der Sparer als Kredite wieder in die lokale Wirtschaft fließen und nicht an anonyme, globale Märkte. Für dich bedeutet das: Deine Suche nach einem Girokonto vor Ort beginnt immer mit deiner Postleitzahl.
Sparkassen: Die andere Säule der Regionalbanken
Neben den Genossenschaftsbanken bilden die Sparkassen die zweite große Gruppe der Regionalbanken. Im Gegensatz zu den Genossenschaftsbanken gehören sie jedoch nicht ihren Mitgliedern, sondern sind öffentlich-rechtliche Institute. Ihre Träger sind meist die Kommunen oder Landkreise, in denen sie tätig sind.
Das bedeutet, sie haben einen öffentlichen Auftrag. Sie sind nicht primär der Gewinnmaximierung verpflichtet, sondern sollen die Bevölkerung mit Finanzdienstleistungen versorgen und das Gemeinwohl fördern. Ein Teil ihrer Gewinne fließt daher oft in lokale Projekte, wie die Förderung von Sportvereinen, Kulturveranstaltungen oder sozialen Einrichtungen. Auch bei den Sparkassen gilt das strenge Regionalprinzip.
Jede Sparkasse und jede Volksbank ist ein rechtlich eigenständiges Unternehmen. Das ist ein entscheidender Punkt, den viele nicht kennen. Die "Sparkasse" oder die "Volksbank" als bundesweite Marke ist nur ein Dachverband. Die Sparkasse Musterstadt und die Sparkasse Nachbarort haben unterschiedliche Vorstände, eigene Bilanzen und legen ihre Preise und Konditionen komplett selbst fest. Deshalb kann ein Girokonto bei der einen Sparkasse kostenlos sein, während es 20 Kilometer weiter bei der nächsten 7 € im Monat kostet.
Vergleich: Regionalbank vs. Direktbank auf einen Blick
Um die Unterschiede klarer zu machen, hilft eine direkte Gegenüberstellung. Die Wahl zwischen einer Bank mit Filialen vor Ort und einer reinen Online-Bank ist eine der grundlegendsten Entscheidungen bei der Kontosuche. Mehr Details dazu findest du auch in unserem Ratgeber: Direktbank vs. Filialbank.
| Merkmal | Regionalbank (Sparkasse, Volksbank) | Direktbank (z. B. N26, ING) |
|---|---|---|
| Träger & Ziel | Öffentlich-rechtlich oder genossenschaftlich; Fokus auf die Region | Privatwirtschaftlich; Fokus auf deutschlandweiten oder globalen Markt |
| Filialnetz | Dichtes Netz an Geschäftsstellen und Geldautomaten vor Ort | Kein eigenes Filialnetz, Geld abheben an Automaten anderer Banken |
| Beratung | Persönliche Beratung durch feste Ansprechpartner in der Filiale | Digitale Beratung per Chat, Telefon oder E-Mail |
| Konditionen | Oft höhere Kontoführungsgebühren zur Finanzierung der Filialen | Meist günstigere oder kostenlose Kontomodelle |
| Erreichbarkeit | Innerhalb der Öffnungszeiten persönlich, sonst digital | Rund um die Uhr digital per App und Online-Banking |
| Besonderheit | Regionalprinzip, Mitgliedschaftsmodell, Förderung der Region | Starke Fokussierung auf digitale Innovationen und mobiles Banking |
Warum du deine lokale Bank oft nicht in Vergleichen findest
Vielleicht hast du schon einmal versucht, Girokonten online zu vergleichen, und dabei festgestellt, dass deine Bank in deiner Nähe gar nicht auftaucht. Das hat einen einfachen Grund: die extreme Zersplitterung des Marktes. In Deutschland gibt es Hunderte von eigenständigen Sparkassen und Genossenschaftsbanken.
Jede dieser Banken hat, wie in der Highlight-Box erwähnt, ihre eigenen Produkte und Gebührenmodelle. Für die meisten Vergleichsportale ist der Aufwand zu groß, die Konditionen von all diesen tausenden individuellen lokale Banken zu sammeln und aktuell zu halten. Sie beschränken sich daher auf die Angebote der bundesweit tätigen Banken. Das Ergebnis ist ein unvollständiges Bild, das dir die potenziell passende Bank vor Ort vorenthält.
So findest du das beste Girokonto in deiner Region
Genau hier liegt unsere Stärke. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dir einen wirklich vollständigen Marktüberblick zu geben. Unser Girokonto-Vergleich bezieht die Angebote von über 6.000 Banken und Kontomodellen aus ganz Deutschland mit ein – darunter auch unzählige regionale Sparkassen und Volksbanken.
Du musst nicht mehr mühsam die Webseiten der einzelnen Institute in deiner Umgebung durchsuchen. Gib einfach deine Wünsche an, und wir zeigen dir, welche Bank in deiner Region oder deutschlandweit das beste Angebot für dich hat – transparent und auf einen Blick.
Checkliste: In 5 Schritten zum regionalen Girokonto
- Standort prüfen: Vergewissere dich, dass du im Geschäftsgebiet der gewünschten Bank wohnst oder arbeitest.
- Kosten vergleichen: Achte auf monatliche Grundgebühren, Kosten für Überweisungen, die Girocard und eine eventuelle Kreditkarte.
- Mitgliedschaft bedenken: Informiere dich bei Genossenschaftsbanken über die Höhe des Geschäftsanteils und die Vorteile einer Mitgliedschaft.
- Service abwägen: Brauchst du persönliche Beratung in einer Filiale oder reicht dir digitales Banking?
- Umfassenden Vergleich nutzen: Verwende einen Vergleichsrechner, der auch wirklich regionale Angebote listet, um keine Option zu übersehen.
Häufig gestellte Fragen
Fazit: Lokal, aber mit Bedacht wählen
Regionalbanken sind das Rückgrat der deutschen Finanzlandschaft und für viele Menschen die erste Anlaufstelle, wenn es um ein Girokonto geht. Die Nähe zum Kunden, die persönliche Beratung und die Förderung der eigenen Region sind unbestreitbare Vorteile. Gleichzeitig machen das Regionalprinzip und die unzähligen, eigenständigen Institute mit ihren individuellen Gebührenmodellen die Suche nach dem besten Angebot kompliziert. Verlasse dich nicht darauf, dass deine lokale Bank automatisch die beste Wahl ist. Ein umfassender Vergleich, der auch diese Vielfalt abbildet, ist der Schlüssel, um ein Konto zu finden, das wirklich zu dir und deinen Bedürfnissen passt.


