So eröffnest du ein Kinderkonto: Schritt für Schritt
27. Juni 2025
Lesedauer: 12 Min

Inhaltsverzeichnis
- Schritt 1: Kläre für dich, ab wann ein Kinderkonto infrage kommt
- Schritt 2: Wähle die Bank mit Blick auf Alltag und Zukunft
- Schritt 3: Bereite dich gut auf die Kontoeröffnung vor
- Schritt 4: Begleite den Start mit Bedacht – Karte, App & Regeln
- Schritt 5: Denk jetzt schon an später
- Fazit: Der Grundstein für die finanzielle Zukunft
27. Juni 2025
Lesedauer: 12 Min
Inhaltsverzeichnis
- Schritt 1: Kläre für dich, ab wann ein Kinderkonto infrage kommt
- Schritt 2: Wähle die Bank mit Blick auf Alltag und Zukunft
- Schritt 3: Bereite dich gut auf die Kontoeröffnung vor
- Schritt 4: Begleite den Start mit Bedacht – Karte, App & Regeln
- Schritt 5: Denk jetzt schon an später
- Fazit: Der Grundstein für die finanzielle Zukunft
27. Juni 2025
Lesedauer: 12 Min
Ein Kinderkonto zu eröffnen, ist ein wichtiger Schritt für die finanzielle Bildung deines Kindes. Dafür musst du zuerst den richtigen Zeitpunkt und eine passende Bank auswählen. Zur Eröffnung benötigen alle Erziehungsberechtigten ihre Ausweise sowie die Geburtsurkunde und ggf. die Steuer-ID des Kindes. Ein Freistellungsauftrag verhindert, dass Steuern auf Zinsen anfallen.
Auf den Punkt
- Der richtige Zeitpunkt: Überlege dir, ab wann dein Kind alt genug ist, um ein eigenes Konto sinnvoll zu nutzen – oft ist das rund um den siebten Geburtstag der Fall.
- Banken vergleichen: Nicht jede Hausbank bietet das beste Angebot. Vergleiche die Konditionen und achte auf Funktionen, die mit deinem Kind mitwachsen.
- Unterlagen vorbereiten: Für die Eröffnung brauchst du deinen Personalausweis, die Geburtsurkunde deines Kindes und die Zustimmung aller sorgeberechtigten Personen.
- Steuern sparen: Richte direkt einen Freistellungsauftrag für das Kinderkonto ein, damit Zinserträge bis zum Sparerpauschbetrag steuerfrei bleiben.
Schritt 1: Kläre für dich, ab wann ein Kinderkonto infrage kommt
Bevor du ein Kinderkonto eröffnest, solltest du überlegen, welche Funktionen für dich und dein Kind sinnvoll sind. Denn du solltest nicht nur die Bedürfnisse deines Kindes beachten, sondern auch daran denken, dass du die ersten finanziellen Schritte deines Kindes natürlich begleiten möchtest. Ist dein Kind noch jünger, geht es dir möglicherweise erst einmal nur darum, Geldgeschenke zu sammeln oder langfristig zu sparen. Dann genügt ein einfaches Sparkonto oder ein Tagesgeldkonto, auf das nur du als Elternteil zugreifen kannst.
Tatsächlich gibt dir das deutsche Recht einen guten Anhaltspunkt, ab wann du deinem Kind kleine finanzielle Entscheidungen überlassen kannst. Denn ab dem siebten Geburtstag gilt dein Kind rechtlich als beschränkt geschäftsfähig und dann greift der sogenannte Taschengeldparagraf (§ 110 BGB). Das bedeutet: Es darf kleinere Käufe selbst tätigen, solange das Geld aus dem eigenen Budget kommt – etwa dem Taschengeld. Dann kann es sinnvoll sein, ein aktives Kinderkonto zu eröffnen – ein sogenanntes Taschengeldkonto. Damit kann dein Kind dann auch selbst kleine Beiträge verwalten.
Auch die Verbraucherzentrale empfiehlt, Kinder frühzeitig an den Umgang mit Geld heranzuführen und betont, dass ein Taschengeldkonto dabei eine wichtige Rolle spielt.
Schritt 2: Wähle die Bank mit Blick auf Alltag und Zukunft
Die Auswahl der passenden Bank ist mehr als nur ein Preisvergleich. Natürlich ist es praktisch, das Kinderkonto einfach bei deiner Hausbank zu eröffnen – aber nicht immer ist das auch tatsächlich die beste Option. Bevor du das Kinderkonto eröffnest, solltest du dir Gedanken darüber machen, welche Services und Leistungen für dein Kind, aber auch für dich als Elternteil unverzichtbar sind.
Neben den grundlegenden Funktionen gibt es einige Zusatzleistungen, auf die du als Elternteil achten solltest. Dazu gehören etwa eine App mit Elternzugang, Benachrichtigungen bei Ausgaben oder individuell einstellbare Limits. Durch diese Funktionen kannst du dein Kind aktiv begleiten und bei Entscheidungen unterstützen. Außerdem bieten einige Banken deinem Kind die Möglichkeit, zusätzlich zu sparen – und bieten einen zusätzlichen Anreiz, etwa durch eine Verzinsung des Guthabens.
| Merkmal | Klassische Hausbank | Moderne Direktbank |
|---|---|---|
| Eröffnung | Meist in der Filiale | Oft komplett online (VideoIdent) |
| Kosten | In der Regel kostenlos | Fast immer kostenlos |
| Funktionen | Standard-Banking, persönliche Beratung | Digitale Features (Sparziele, Eltern-App) |
| Karten | Meist Girocard inklusive | Oft Girocard und/oder Debitkarte |
| Zinsen | Selten oder sehr niedrig | Manchmal attraktive Guthabenzinsen |
| Flexibilität | Gebunden an Filialnetz | Weltweit flexibel, aber ohne Filiale |
Wächst das Konto mit deinem Kind mit?
Das ist eine der wichtigsten Fragen, die du dir stellen solltest. Ein gutes Kinderkonto verwandelt sich idealerweise nahtlos in ein Jugendkonto und später in ein Studenten- oder Girokonto. Achte darauf, dass die Bank diesen Übergang transparent gestaltet. So sollte dein Kind mit 12 vielleicht Online-Banking nutzen können und mit 16 eine Debitkarte erhalten. Informiere dich vorab, ob die Konditionen auch nach dem 18. Geburtstag fair bleiben und keine unerwarteten Gebühren anfallen.
Um die beste Bank für die Bedürfnisse deines Kindes zu finden, hilft dir ein direkter und transparenter Vergleich der aktuellen Angebote.
Schritt 3: Bereite dich gut auf die Kontoeröffnung vor
Ob du das Konto in der Filiale eröffnest oder online, hängt von der Bank ab. Direktbanken bieten oft die VideoIdent-Methode an – dabei weist du dich per Videoanruf mit deinem Ausweis aus. Filialbanken setzen meist auf das klassische PostIdent-Verfahren oder erledigen die Identitätsprüfung direkt vor Ort.
Du brauchst auf jeden Fall deinen gültigen Personalausweis oder Reisepass und die Geburtsurkunde deines Kindes. Manche Banken verlangen auch die Steuer-ID deines Kindes, etwa wenn Zinsen auf dem Guthaben anfallen. Denke daran, für dein Kind einen Freistellungsauftrag zu beantragen, damit die Bank nicht automatisch Steuern abführt. Wie du dein erstes Girokonto eröffnest und welche Schritte dabei wichtig sind, kannst du auch in unserem allgemeinen Ratgeber nachlesen: Ratgeber: Girokonto eröffnen.
Wenn du das alleinige Sorgerecht hast, brauchst du dafür auch einen Nachweis. Bist du gemeinsam mit dem anderen Elternteil erziehungsberechtigt, kann es sein, dass ihr beide zur Kontoeröffnung erscheinen müsst. Bei manchen Banken reicht auch eine Einverständniserklärung bzw. eine Vollmacht. Das kannst du vorab schnell mit einem Anruf erfragen. So vermeidest du unnötige Wege und sparst Zeit. Laut der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine lückenlose Identifizierung aller gesetzlichen Vertreter eine zwingende Voraussetzung, um Geldwäsche effektiv zu verhindern.
Schritt 4: Begleite den Start mit Bedacht – Karte, App & Regeln
Wenn das Konto steht, beginnt der eigentliche Alltag – und den solltest du aktiv begleiten. Viele Banken geben Kindern ab etwa sieben oder zehn Jahren eine Girocard aus, mit der sie Geld abheben oder bezahlen können. Meist funktioniert die Karte auf Guthabenbasis, sodass keine Schulden entstehen können. Trotzdem ist es wichtig, gemeinsam über sinnvolle Regeln zu sprechen.
- Wie viel darf abgehoben werden?
- Was passiert, wenn das Geld alle ist?
- Und wie erkenne ich eigentlich Betrug im Internet?
Beispiel: Du könntest mit deiner 10-jährigen Tochter Mia vereinbaren, dass ihr Taschengeld von 20 Euro immer am Monatsanfang auf ihr Konto überwiesen wird. Gleichzeitig legt ihr in der Banking-App ein wöchentliches Abhebelimit von 10 Euro fest, damit sie lernt, ihr Geld einzuteilen.
Viele Eltern übersehen an dieser Stelle, dass auch das Thema App-Nutzung eine Rolle spielt. Einige Banken bieten eine eigene Kinder-App an, mit der dein Kind sein Guthaben einsehen kann – andere haben zusätzlich eine Eltern-App, über die du Limits setzen, Benachrichtigungen erhalten oder sogar einzelne Funktionen sperren kannst. Erkundige dich gezielt danach, denn nicht jede Bank macht das transparent. Ein digitales Begleitsystem kann den Einstieg für dich und dein Kind deutlich sicherer machen. Falls du deine eigenen Finanzen ebenfalls besser strukturieren möchtest, könnte unser Ratgeber: Das 3-Konten-Modell für deine Finanzen hilfreich sein.
Schritt 5: Denk jetzt schon an später
Auch wenn dein Kind noch klein ist, solltest du bei der Kontoeröffnung schon einen Blick in die Zukunft werfen. Was passiert mit dem Konto, wenn dein Kind älter wird? Wird es automatisch in ein Jugendkonto umgewandelt? Bleibt es auch während der Ausbildung oder im Studium kostenlos? Und wie erfährst du davon, wenn sich etwas ändert?
Nicht alle Banken informieren Eltern automatisch über einen Kontenwechsel, wenn das Kind volljährig wird. Manche stellen das Konto dann einfach auf ein Erwachsenenmodell um – mit neuen Konditionen, möglichen Gebühren oder gar der Möglichkeit, das Konto zu überziehen. Deshalb ist es sinnvoll, rechtzeitig mit deinem Kind über diese Veränderungen zu sprechen und gemeinsam zu planen, wie es sein Konto künftig verwalten möchte. So begleitest du dein Kind nicht nur bei den ersten Schritten, sondern bereitest es auch auf die nächste Phase gut vor.
Ein guter Überblick über die zukünftigen Konditionen ist entscheidend. Unser Vergleichsrechner hilft dir dabei, auch diese langfristigen Aspekte im Blick zu behalten.
Checkliste: Kinderkonto eröffnen im Überblick
- Bedarf klären: Entscheide, ob ein Spar- oder ein aktives Taschengeldkonto für das Alter deines Kindes sinnvoll ist.
- Angebote vergleichen: Nutze einen Vergleichsrechner, um das beste kostenlose Kinderkonto mit den passenden Funktionen zu finden.
- Unterlagen sammeln: Halte deinen Personalausweis, die Geburtsurkunde und die Steuer-ID deines Kindes bereit.
- Sorgerecht nachweisen: Kläre, ob beide Elternteile unterschreiben müssen oder ob ein Nachweis über das alleinige Sorgerecht nötig ist.
- Freistellungsauftrag einrichten: Stelle sicher, dass Zinserträge bis zum Sparerpauschbetrag steuerfrei bleiben.
- Regeln besprechen: Lege gemeinsam mit deinem Kind klare Regeln für die Nutzung von Karte und App fest.
Häufig gestellte Fragen
Fazit: Der Grundstein für die finanzielle Zukunft
Ein Kinderkonto zu eröffnen ist mehr als nur eine administrative Aufgabe – es ist der erste praktische Schritt, um deinem Kind finanzielle Kompetenz beizubringen. Indem du den Prozess von der Auswahl der richtigen Bank bis zur gemeinsamen Festlegung von Regeln aktiv begleitest, legst du einen wertvollen Grundstein. Du gibst deinem Kind nicht nur ein Werkzeug an die Hand, sondern auch das Vertrauen, verantwortungsvoll damit umzugehen.


